Wände + Gehrungen in 3D

Diaz gehrt Wandecken automatisch je nach Dicke und Winkel. T-Stöße folgen einer Prioritätsregel. Spitze Winkel unter 15° brauchen eine manuelle Prüfung.

3 Min Lesezeit · Niveau: Mittel

Schnelle Antwort

Schritt für Schritt

  1. Öffne das Wand-Werkzeug: Werkzeugleiste → Wand. Stell die Dicke im Inspektor vor dem Zeichnen ein (wird beim Start des ersten Segments fixiert). Für ein typisches Wohnbau-Projekt: 220 mm Außen-Hohlmauer, 100 mm Innenwand.
  2. Klick die Ecken in Reihenfolge entlang des Umrisses an. Diaz zeichnet jedes Segment zwischen den Klicks und gehrt die Ecke automatisch. Eine Standard-90°-Ecke bekommt eine saubere 45°-Gehrung an jedem Wandende. Andere Winkel bekommen den halben Eckwinkel als Gehrung pro Seite.
  3. T-Stöße (eine Wand trifft mittig auf eine andere): Diaz wendet als Default die "Dicker-gewinnt"-Regel an — die dickere Wand läuft durch, die dünnere stößt dagegen. Zum Überschreiben: T-Stoß auswählen und im Inspektor: Durchgehend lässt die Wand durchlaufen; Stoßend lässt sie stoppen.
  4. Benutzerdefinierter Gehrungswinkel: Rechtsklick auf Ecke → Gehrungs-Override. Tipp den Gehrungswinkel pro Seite unabhängig ein (z. B. 30° auf Seite A und 60° auf Seite B). Praktisch, wenn eine Seite einen anderen Schnitt braucht, etwa wegen Fliesen-Schattenfuge oder Profilen.
  5. Wandenden (frei, nicht an einer Ecke): stell den Endtyp im Inspektor ein — Gerade (rechtwinkliger Abschluss), Abgerundet (180° Halbkreis) oder Schräg (45° Abschrägung). Gerade ist der Default für die meisten Innenwände; schräg passt zu einer halbhohen Wand, die in offenen Raum übergeht.
  6. Prüf die Gehrungsqualität nach dem Import: importierte DXF-Wände haben manchmal winzige Lücken an Ecken, die die Auto-Gehrung verhindern. Nutz Werkzeuge → Wandverbindungen säubern, um Eck-Endpunkte innerhalb 5 mm Toleranz zusammenzuführen und die Gehrung auszulösen.

Achtung

  • Spitze Winkel <15°: die Auto-Gehrung erzeugt eine messerdünne Ecke, die der Maurer in Kalksandstein oder Porenbeton nicht ausführen kann und die im Trockenbau (Gipskarton/Gipsfaser) ebenfalls bricht. Diaz markiert Winkel unter 15° mit einer gelben Warnung — prüf und runde die Ecke ab oder überarbeite das Wand-Layout, bevor die Werkzeichnung an den Handwerker geht.
  • T-Stoß Prioritäts-Mismatch: wenn du erwartest, dass die dünnere Wand durchläuft (z. B. wegen Sichtseiten-Präferenz), arbeitet die Default-Regel gegen dich. Stell die Priorität explizit im Inspektor ein — verlass dich bei design-kritischen Stößen nicht auf den Default.
  • Lücken nach Bearbeitung: das Verschieben eines einzelnen Wand-Endpunkts kann Gehrungen an angrenzenden Wänden brechen. Nach größeren Wand-Edits führ Werkzeuge → Alle neu gehren aus, um die Ecken projektweit aufzufrischen.

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