CAD-Software für Elektriker 2026: REBT-konformer Vergleich

Aktualisiert 29. Mai 2026 — von Juan Diaz, Gründer von Diaz Editor.

Kurzfassung: Eplan Pro Panel (€2.500+/Jahr) ist Industriestandard im Maschinenbau, für 95 Prozent der Elektrofachbetriebe massiv überdimensioniert. WSCAD Suite (€1.500+/Jahr) ist das pragmatische Mittelmaß. SPlan 7 (€89 einmalig) reicht für einfache Skizzen, fehlt aber bei normgerechten DIN-VDE-0100-Bibliotheken. Diaz Editor (€99 lebenslang) liefert VDE-Symbole, Stromkreis-Nummerierung und Schaltschrank-Layouts ohne Jahres-Abo. FreeCAD ist kostenlos, aber für gewerbliche Tagesarbeit zu fragil.
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Für wen ist dieser Vergleich?

Du bist Elektromeister oder Elektroinstallateur in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Du machst Wohnungs-Installationen nach DIN 18015, kleine Schaltschränke für Gewerbekunden, vielleicht ein paar PV-Anlagen oder E-Ladepunkte. Heute zeichnest du Stromlaufpläne entweder mit der Hand, mit einer 15 Jahre alten Eplan-5-Version vom Vorgänger, oder du kämpfst dich durch FreeCAD-Tutorials, weil €2.500 im Jahr für Eplan Pro Panel einfach nicht passen.

Laut ZVEH-Zahlen (Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke) gibt es rund 51.000 Elektro-Betriebe in Deutschland mit zusammen über 535.000 Beschäftigten. In Österreich sind es rund 5.500 Betriebe (Bundesinnung), in der Schweiz rund 4.300 (VSEI). Mehr als 80 Prozent dieser Betriebe sind Solo oder haben unter 10 Mitarbeiter — also genau die Zielgruppe, für die Eplan-Lizenzen wirtschaftlich nicht funktionieren.

Ich kenne diese Realität. Ich war früher selbst Installateur, bevor ich Diaz Editor gebaut habe. Die Software-Landschaft für Elektriker ist seit zwanzig Jahren auf Industrie ausgerichtet — Maschinenbau, Schaltanlagen-Hersteller, Großanlagen. Der durchschnittliche Elektromeister mit 8 Aufträgen pro Woche fällt durch das Raster.

Was sich seit 2024 verändert hat: die GEIG-Vorgaben (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) zwingen mehr Wohngebäude zu Wallbox-Vorrüstungen, die Netzanschluss-Pläne brauchen. Energieberater verlangen sauber dokumentierte PV-Anlagen für KfW-Zuschüsse. Und immer mehr Privatkunden wollen vor der Beauftragung einen einfachen Plan-Auszug sehen — nicht zwingend in CAD-Qualität, aber sauberer als eine Bleistift-Skizze. Drei neue Anlässe, warum Stromlaufplan-Software 2026 wichtiger wird als vor fünf Jahren.

7 CAD-Optionen für Elektriker 2026 im Überblick

ToolPreisVDE-BibliothekDE-SpracheOfflineZielgruppe
Eplan Pro Panel€2.500+/JahrVollJaJaSchaltanlagenbau, Industrie
WSCAD Suite€1.500+/JahrVollJaJaMittelbetrieb, Schaltschrank
WSCAD Compact€790/JahrEingeschränktJaJaSolo-Meister Stromlaufplan
Diaz Editor€99 LebenslangDIN-VDE-0100-SetJaJaSolo & Kleinbetrieb DACH
SPlan 7€89 einmaligBasisJaJaSkizzen, Hobby, Lernen
FreeCADKostenlosKein E-ModulTeilweiseJaMechanik, kein E-Plan
AutoCAD Electrical€2.700/JahrVoll (US-Norm primär)JaJaInternationale Industrie

Drei Beobachtungen aus dieser Tabelle. Erstens: die Preis-Spanne ist ein Faktor 25 zwischen günstigster und teuerster Option. Zweitens: nur Diaz Editor und SPlan bieten Lebenslang-Lizenzen. Drittens: alle Profi-Lösungen kommen mit Cloud-Zwang oder Lizenz-Server, die FreeCAD und Diaz Editor nicht haben.

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Diaz Editor vs WSCAD vs Eplan head-to-head

Das sind die drei Tools, die für DACH-Elektriker in der täglichen Arbeit realistisch konkurrieren. SPlan ist zu basal für Norm-Pläne, FreeCAD hat kein E-Modul, AutoCAD Electrical ist primär für US-Markt ausgelegt.

FunktionEplan Pro PanelWSCAD SuiteDiaz Editor
Preis Jahr 1€2.500+€1.500+€99 (Lebenslang)
Preis 5 Jahre Total€12.500+€7.500+€99
DIN EN 60617 SymboleVollVollVoll
DIN VDE 0100 QuerschnittBerechnung integriertBerechnung integriertBerechnung integriert
Stromkreis-NummerierungAutomatischAutomatischAutomatisch
Schaltschrank-3D-LayoutVoll (Pro Panel Kern)Voll (Cabinet-Modul)Basis 2D plus 3D-Ansicht
SPS- und KlemmenplanVollVollNur Klemmenplan
DWG-Export für ArchitektJaJaJa
PDF-Export für KundenJaJaJa
Lizenz-Server-PflichtJaOptionalNein
Aktivierung-InternetWiederkehrendWiederkehrendNur einmal
Lernkurve in Tagen14 bis 307 bis 142 bis 5
Wann lohnt Eplan trotzdem? Wenn du Schaltanlagen für Maschinenbau-Industriekunden baust, Großserien planst, oder wenn dein Auftraggeber explizit Eplan-P8-Austauschdaten verlangt. Für Wohnungs-Installation, Gewerbe-Elektrik und kleine Schaltschränke ist Eplan ein Werkzeug, das mit Kanonen auf Spatzen schießt.

Wann lohnt WSCAD? Wenn du im Schaltschrank-Bau zwischen 30 und 200 Schränken im Jahr baust und SPS-Planung intensiv brauchst. WSCAD Compact ab €790 ist der ehrliche Mittelweg.

Wann lohnt Diaz Editor? Wenn du Solo oder Kleinbetrieb bist, primär Wohnungs- und Gewerbe-Installation machst, gelegentlich Schaltschränke baust und keine Lust hast, jedes Jahr eine Abo-Rechnung zu bezahlen, die dein Cash-Flow stört. €99 einmal, fertig.

DACH-Markt 2026: drei Trends, die Stromlaufplan-Software treiben

Erster Trend: Elektrifizierung der Wärme. Wärmepumpen ersetzen Gasheizungen. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe braucht einen eigenen Stromkreis mit 16 oder 25 Ampere, Smart-Meter-Anbindung und manchmal eine Sperrzeiten-Schaltung. Jedes dieser Projekte braucht einen Plan-Auszug für die Bauakte. 2026 werden in DACH rund 350.000 Wärmepumpen installiert — ein Großteil mit elektrischer Plan-Pflicht.

Zweiter Trend: bidirektionales Laden (V2H, V2G). Wallboxen, die nicht nur das Auto laden, sondern auch Strom zurück ins Haus oder Netz speisen, werden ab 2026 in einem ersten Praxis-Roll-out üblicher. Diese Anlagen brauchen RCD Typ B, Phasen-Umschalter und korrekte Netzanschluss-Pläne. Ohne Software, die das sauber dokumentiert, kommst du beim Netzbetreiber nicht durch die Anmeldung.

Dritter Trend: Smart-Home-Integration. KNX, EnOcean, Loxone, Home Assistant — Privatkunden wollen Steuerung per App. Das bedeutet zusätzliche Bus-Leitungen, Smart-Aktoren, Verteiler-Erweiterungen. Wer das nur per Schaltzeichen-Bibliothek aus dem letzten Jahrzehnt zeichnet, hat schnell Pläne, die niemand mehr versteht.

Alle drei Trends verlangen Symbol-Bibliotheken, die seit 2022 erweitert wurden. Eplan und WSCAD haben das im Funktionsumfang. Diaz Editor hat seit v0.5 die wichtigsten Symbole für Wärmepumpe, bidirektionale Wallbox und KNX integriert. SPlan ist hier auf der Strecke geblieben.

REBT- und VDE-konforme Funktionen erklärt

Der Begriff REBT (Règlement Général sur les Installations Électriques) kommt eigentlich aus Belgien und Frankreich. In Deutschland sprechen wir formal von DIN VDE 0100 — der harmonisierten europäischen Norm für die Errichtung von Niederspannungsanlagen. Praktisch bedeuten beide Begriffe für CAD-Software das gleiche: der Plan muss eindeutig sein, die Symbole müssen der Norm entsprechen, und die Berechnungen müssen nachvollziehbar dokumentiert sein.

1. DIN EN 60617 Symbolbibliothek

Das ist die internationale Norm für grafische Symbole in Elektroplänen. Lampe, Schalter, Steckdose, Sicherung, Motor, Transformator — jedes hat eine genormte Darstellung. Eine konforme CAD-Software liefert diese Symbole als parametrisierte Blöcke, nicht als statische PNG-Bilder. Diaz Editor liefert seit v0.4.22 das vollständige DIN-EN-60617-Set für Niederspannung-Wohngebäude und kleine Gewerbeanlagen. Du wählst per Drag-and-drop aus einer Bibliothek mit knapp 400 Symbolen.

2. Querschnittsberechnung nach DIN VDE 0100-520

Bei jedem Stromkreis muss der Leiterquerschnitt zur Belastung passen. 1,5 mm² für Beleuchtung, 2,5 mm² für Steckdosen, 4 mm² für Herd-Anschluss. Die Berechnung basiert auf Strombelastbarkeit, Spannungsfall und Schutzeinrichtung. Eine professionelle CAD-Software macht diese Berechnung automatisch — du gibst die Last ein, das Tool prüft Konformität. Diaz Editor liefert einen integrierten Quick-Check, der die häufigsten Wohngebäude-Fälle abdeckt.

3. Eindeutige Stromkreis-Nummerierung

Bei DIN VDE 0100-510 vorgeschrieben: jeder Stromkreis bekommt eine eindeutige Nummer, die im Verteilerkasten und im Plan synchron läuft. Bei manueller Zeichnung ist das eine Fehlerquelle Nummer eins. Automatisierte Nummerierung verhindert, dass du nach drei Plan-Änderungen plötzlich zwei Stromkreise mit Nummer 7 hast.

4. DIN 18015 für Wohngebäude

Die ergänzende Norm speziell für Wohnungs-Elektrik. Mindestanzahl Steckdosen pro Raum, Mindesthöhen, Beleuchtungs-Mindestwerte. Eine gute CAD-Software hat DIN-18015-Vorlagen als Startpunkt — du wählst Raumtyp (Küche, Bad, Schlafzimmer), das Tool platziert Mindestausstattung automatisch.

5. Schaltschrank-Layout nach DIN VDE 0660

Wenn du Verteilerkästen baust, brauchst du Fronttafel-Ansichten mit korrekter Positionierung von Schutzschaltern, FI-Schaltern, Reihenklemmen. Diaz Editor liefert Basis-Schaltschrank-Templates für 12-, 24- und 36-Modul-Verteiler nach gängigen Hersteller-Maßen (Hager, ABB, Siemens).

6. PV- und Wallbox-Spezifika

Seit 2024 verlangen Netzbetreiber bei PV-Anlagen über 7 kW und Wallboxen über 11 kW einen Anmeldeplan mit klaren Anschlussbedingungen. Das bedeutet: Schaltzeichen für Wechselrichter, MPP-Tracker, RCD Typ B (FI für DC-Fehlerströme), und korrekte Darstellung von SELV- und PELV-Schutzklassen. Diaz Editor hat ein eigenes PV- und E-Mobility-Symbolset, das die seit DIN VDE 0100-712 (PV-Anlagen) und DIN VDE 0100-722 (E-Fahrzeuge) geforderten Komponenten abdeckt.

7. Prüfprotokoll-Vorlage

Nach jeder Erstprüfung (DIN VDE 0100-600) brauchst du ein Prüfprotokoll mit Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz, RCD-Auslösezeit. Eine professionelle CAD-Software liefert eine Vorlage, die du parallel zum Plan ausfüllst — kein Excel-Workaround mehr. Diaz Editor liefert eine deutsche Prüfprotokoll-Vorlage, die mit dem Stromlaufplan in einer PDF kombiniert wird.

Für welche Berufsgruppen — drei Profile

Solo-Elektromeister mit eigener Firma

Du arbeitest allein, machst Wohnungs- und kleine Gewerbe-Aufträge, vielleicht ein paar PV- und Wallbox-Installationen pro Jahr. Eplan Pro Panel würde dich €2.500 jährlich kosten — bei 80 Aufträgen pro Jahr sind das €31 Software-Kosten pro Auftrag, nur für CAD. Das macht keine Wirtschaftlichkeitsrechnung aus.

Empfehlung: Diaz Editor €99 lebenslang. Das amortisiert sich nach drei normgerechten Plänen, die du Kunden vorlegst. Mehr Infos: CAD für Elektriker.

Kleinbetrieb mit 3 bis 10 Mitarbeitern

Du hast einen oder zwei Gesellen plus Lehrlinge. Aufträge sind gemischt — Wohnung, Gewerbe, gelegentlich kleine Schaltschränke für Industriekunden. Drei Lizenzen Diaz Editor (€297 lebenslang für drei Geräte) sind weniger als ein Monat Eplan-Single-Lizenz.

Wenn Industriekunden Eplan-P8-Export verlangen, lohnt eine Hybrid-Strategie: Diaz Editor für die tägliche 80-Prozent-Arbeit, WSCAD Compact für die seltenen Industrie-Aufträge.

Schaltschrankbauer und Industrie-Elektriker

Du baust Schaltanlagen, SPS-Steuerungen, möglicherweise im Maschinenbau-Umfeld. Hier ist WSCAD Suite oder Eplan Pro Panel berechtigt. Diaz Editor ist nicht dein primäres Werkzeug — kann aber für Vorab-Skizzen, Kundengespräche und schnelle Angebots-Visualisierungen ergänzend dienen.

PV- und E-Mobility-Spezialist

Du installierst PV-Anlagen, Speicher und Wallboxen für Privatkunden und kleines Gewerbe. Eplan und WSCAD sind hier total überdimensioniert, da PV-Anlagen-Anmeldepläne meist standardisierte Strukturen haben. Diaz Editor liefert PV-Vorlagen mit Wechselrichter, Speicher, Anschluss-Schema, und einer Netzbetreiber-konformen Plan-Vorlage. Das ist die schnellste Variante für 50 bis 200 Installationen pro Jahr.

Quereinsteiger und Energietechniker

Du kommst aus dem Energieberater- oder Photovoltaik-Berater-Umfeld und brauchst gelegentlich Pläne für Antrags-Dokumentation, ohne selbst Meister zu sein. Du brauchst keine Schaltschrank-Funktionen, aber wohl sauberes Plan-Layout. Hier reicht Diaz Editor problemlos.

Steuerliche Absetzbarkeit (DE / AT / CH)

Deutschland: Software-Lizenzen unter €800 netto gelten als geringwertiges Wirtschaftsgut (GWG) und sind sofort im Kaufjahr voll abzugsfähig. Diaz Editor €99 brutto = rund €83 netto. Die enthaltene Mehrwertsteuer (19 Prozent) holst du als Vorsteuer zurück. Effektive Netto-Belastung: rund €83.

Österreich: GWG-Grenze liegt bei €1.000 netto, identische sofortige Absetzbarkeit. MwSt. 20 Prozent als Vorsteuer abziehbar.

Schweiz: Software-Lizenzen sind Betriebsaufwand und voll abzugsfähig. MwSt. 8,1 Prozent (Stand 2026) bei MwSt.-Pflicht zurückforderbar. Bei Einkauf aus EU ist die Bezugsteuer zu beachten — bei €99 in der Praxis vernachlässigbar.

Versus Eplan Pro Panel: €2.500 jährlich ist über GWG-Grenze und muss über 3 bis 5 Jahre abgeschrieben werden. Mehr Buchhaltungs-Aufwand, geringere Sofort-Liquiditäts-Wirkung.

Migration von Eplan 5 oder Papier zu moderner CAD

Der häufigste Ausgangspunkt bei meinen Gesprächen: eine alte Eplan-5-Version, vom Vorgänger übernommen, die auf Windows 11 nicht mehr stabil läuft. Oder gar nichts — komplett auf Papier gezeichnet, eingescannt für den Kunden. Beide Wege haben eine ähnliche Lernkurve beim Umstieg.

Die Wahrheit ist: der Umstieg auf moderne CAD dauert für einen Solo-Elektromeister rund 8 bis 12 Stunden bis zur ersten produktiven Plan-Erstellung. Bei Diaz Editor liegt das niedriger (2 bis 5 Stunden bis erster Plan), weil die UI auf typische Wohngebäude-Pläne ausgelegt ist und nicht auf den vollen Industrie-Funktionsumfang von Eplan. Aber egal welches Tool: die ersten drei Pläne sind langsamer als per Hand. Ab dem fünften Plan dreht das Verhältnis.

Mein Tipp: starte mit einem realen Auftrag, den du sowieso machst. Nicht mit einem Übungs-Plan. Druck-Termin im Hinterkopf macht den Lernprozess konzentrierter, und am Ende hast du einen Plan, den du auch wirklich brauchst — keine Wegwerf-Übung.

Welche Stolperfallen ich bei DACH-Elektrikern sehe

Aus rund 200 Gesprächen mit Elektromeistern, die Diaz Editor in den letzten Monaten getestet haben, kommen drei wiederkehrende Muster.

Erstens: alte Eplan-5-Version vom Vorgänger. Funktioniert auf Windows 11 nicht mehr stabil, kein Support, keine Updates für neue VDE-Normen. Migrations-Schmerz ist real — aber jedes Jahr Warten macht es teurer.

Zweitens: Excel-Listen für Stromkreis-Nummerierung. Ich habe das selbst zehn Jahre gemacht. Funktioniert bei zwei Stromkreisen, kollabiert bei zwanzig. Eine echte CAD mit eingebauter Nummerierung spart eine Stunde pro Plan.

Drittens: Stundenlohn nicht eingerechnet. Ein Stromlaufplan per Hand braucht 3 bis 5 Stunden. Mit guter Software 45 Minuten. Bei €65 Stundensatz sind das €195 bis €325 gesparter Aufwand pro Plan. Diaz Editor (€99) amortisiert sich beim ersten Plan.

Viertens: keine Backup-Strategie für Pläne. Ein Drittel der Betriebe speichert Pläne nur lokal auf dem Büro-Rechner. Wenn die Festplatte stirbt oder ein Verschlüsselungs-Trojaner zuschlägt, sind Jahre an Arbeit weg. Diaz Editor liefert Auto-Save auf USB oder NAS, plus optionale Cloud-Synchronisation per S3-Bucket bei deinem eigenen Anbieter — du behältst die Hoheit über deine Daten, ohne dass ich sie zu sehen bekomme.

Fünftens: Daten-Übergabe an Nachfolger oder Käufer. Wenn du in fünf Jahren den Betrieb verkaufst oder übergibst, müssen die Pläne lesbar bleiben. Eplan-Lizenzen sind personalisiert und nicht übertragbar. Diaz Editor-Lizenzen kannst du beim Verkauf des Betriebs einfach weitergeben — das ist Teil der Lifetime-Philosophie.

FAQ — die vier häufigsten Fragen

Welche CAD-Software ist REBT-konform für Elektriker?

Die Software selbst ist nicht REBT-konform — der Plan muss es sein. Entscheidend sind drei Punkte: VDE-Symbole nach DIN EN 60617, Querschnittsberechnung nach DIN VDE 0100-520, eindeutige Stromkreis-Nummerierung. WSCAD Suite, Eplan Pro Panel und Diaz Editor liefern alle drei. SPlan und FreeCAD nicht in vollem Umfang.

Was kostet professionelle Stromlaufplan-Software 2026?

Spannweite ist groß: Eplan Pro Panel €2.500+ pro Jahr, WSCAD Suite €1.500+ pro Jahr, WSCAD Compact €790 pro Jahr, AutoCAD Electrical €2.700 pro Jahr, SPlan 7 €89 einmalig, Diaz Editor €99 einmalig lebenslang, FreeCAD kostenlos. Für Solo-Meister mit unter 20 Schaltschränken pro Jahr lohnt sich kein Premium-Abo.

Kann ich Stromlaufplan-Software steuerlich absetzen?

Ja, voll. In Deutschland unter €800 netto sofort als geringwertiges Wirtschaftsgut. In Österreich identisch unter €1.000 netto. In der Schweiz als Betriebsaufwand. MwSt. ist als Vorsteuer rückforderbar bei MwSt.-Pflicht. Diaz Editor €99 brutto entspricht effektiv rund €83 netto.

Brauche ich Eplan für einen kleinen Elektrobetrieb?

Nur wenn Industriekunden explizit Eplan-P8-Austauschformat verlangen. Für Wohngebäude nach DIN 18015, kleine Gewerbeanlagen und Schaltschrank-Aufbauten reichen WSCAD Compact, SPlan oder Diaz Editor. Eplan Pro Panel ist auf Großserien-Maschinenbau ausgelegt. Solo-Elektromeister überdimensionieren sich mit Eplan und zahlen ein Vielfaches der nötigen Lizenzkosten.

Warum DACH-Elektriker Abos meiden

Laut Statista-B2B-Studie 2024 bevorzugen 68 Prozent der deutschen kleinen und mittleren Unternehmen Einmalkäufe gegenüber Abonnements bei Business-Software. Bei Elektrofachbetrieben liegt diese Quote sogar bei 74 Prozent — höher als im Durchschnitt. Drei Gründe machen den Unterschied.

Eigentum-Mentalität: Werkzeug muss dem Betrieb gehören, nicht einem Cloud-Anbieter. Ein Multimeter kaufst du einmal — bei Software ist diese Logik nicht anders.

Cash-Flow-Realität: Solo-Elektromeister plant Investitionen einmalig im Wirtschaftsjahr, nicht als laufende monatliche Belastung. Eine €99-Einmal-Ausgabe stört keine Liquidität. €2.500 pro Jahr macht die Quartals-Voranmeldung schmerzhaft.

Vendor-Lock-in-Angst: Wenn der Anbieter die Preise erhöht (Eplan hat 2023 um 14 Prozent erhöht), die Software einstellt oder das Lizenzmodell wechselt, bleibst du als Lizenznehmer ohne Hebel. Lifetime-Lizenz heißt: das Tool gehört dir, auch wenn ich morgen den Betrieb schließe.

Diaz Editor wurde mit dieser DACH-Mentalität im Kopf gebaut. €99 einmal. Lebenslang. Kein Auto-Renewal, kein „wir erhöhen deinen Tarif um 18 Prozent", kein Cloud-Zwang. Wenn ich morgen einen Bus erwische, läuft deine Lizenz weiter.

Mein Fazit als Gründer

Ich habe Diaz Editor gebaut, weil mir als ehemaligem Installateur klar war, dass die Software-Welt für Elektriker zwei Extreme kennt: Industrie-Tools für €2.500 pro Jahr oder Hobby-Werkzeuge ohne Norm-Bibliothek. Dazwischen klaffte eine Lücke — genau die Lücke, in der Solo-Meister und Kleinbetriebe arbeiten.

Ehrlicher Rat in vier Schritten:

  1. Test FreeCAD zwei Stunden. Wenn du damit klarkommst und keine VDE-Bibliothek brauchst, fertig — kostet nichts.
  2. Test Diaz Editor 30 Tage. Wenn die DIN-EN-60617-Bibliothek und Querschnitts-Quick-Check für 80 Prozent deiner Pläne reichen, kauf für €99 lebenslang. Amortisation beim ersten Plan.
  3. WSCAD Compact nur wenn nötig. Erst wenn du regelmäßig SPS-Steuerungen oder größere Schaltschränke baust. €790 pro Jahr ist sonst Overshoot.
  4. Eplan Pro Panel nur bei Industrie-Pflicht. Wenn dein Auftraggeber explizit Eplan-P8-Daten verlangt. Sonst zahlst du 25 Mal mehr als nötig.
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Externe Quellen


Autor: Juan Diaz, Gründer von Diaz Editor. Ehemaliger Installateur, jetzt Software-Entwickler. Diaz Editor wird aktiv aus den Niederlanden entwickelt. Direktkontakt: juan@diazatlas.com