CAD-Programm für Schreiner 2026: 2D-Grundriss und Möbel lokal zeichnen

2026-07-20 · Diaz Editor

Ein Schreiner braucht selten ein Programm, das ein ganzes Bürohaus in 3D rendert. Er braucht eine saubere Werkstattzeichnung, einen maßgenauen 2D-Grundriss für den Aufbau vor Ort und eine Stückliste, die zum Zuschnitt passt. Trotzdem landen viele bei teuren Jahresabos, die für ganz andere Aufgaben gebaut wurden. Ich suche seit Jahren nach dem einfachsten Weg, ein CAD-Programm für Schreiner so einzusetzen, dass es in der Werkstatt und auf der Baustelle funktioniert, und nicht erst, wenn der Server erreichbar ist. In diesem Artikel zeige ich, was so ein Werkzeug wirklich können muss, wie mein Ablauf vom Aufmaß bis zum DXF aussieht und wie du ihn selbst prüfst, indem du den Editor lokal testen kannst. Der Test kostet nichts und läuft offline.

Was ein CAD-Programm für Schreiner können muss

Schreiner und Tischler meinen dasselbe Handwerk, nur regional getrennt: Im Süden und in Österreich heißt es Schreiner, im Norden Tischler. Die Anforderung an die Software ist identisch. Es geht um Möbel, Einbauten, Innenausbau und die dazugehörigen Pläne, meistens in 2D, oft nur ein paar Stunden pro Woche. Genau das ist der Punkt, an dem sich ein passendes CAD-Programm für Schreiner von einer überdimensionierten Konstruktionssuite unterscheidet.

Drei Dinge zählen im Alltag. Erstens ein sauberer 2D-Grundriss: Der Raum wird aufgemessen, Wände, Fenster, Heizkörper und Anschlüsse kommen maßstäblich hinein, und darauf setzt du deinen Einbau. Zweitens die Werkstattzeichnung mit echter Bemaßung: Korpus, Front, Beschläge, jede Kante mit Maß, damit an der Maschine nichts geschätzt wird. Drittens die Stückliste, die aus der Zeichnung fällt und nicht getrennt gepflegt werden muss.

Dazu kommt die Beschriftung nach den üblichen Regeln für technische Zeichnungen. Wer sich an dem DIN, das die Normen für technische Zeichnungen herausgibt, orientiert, spart Rückfragen, weil Maßketten, Schnitte und Ansichten so aussehen, wie der Kollege oder der Kunde sie erwartet. Ich lege die Symbole und Leitungstypen einmal als Bibliothek an und ziehe sie in jedes neue Projekt. So ist die Zeichnung schnell, aber trotzdem normnah.

Wichtig ist auch, wo die Arbeit passiert. Der Aufbau ist auf der Baustelle, das Aufmaß im fremden Haus, der Zuschnitt in der Werkstatt. An keinem dieser Orte ist auf stabiles WLAN Verlass. Ein Werkzeug, das dort erst eine Verbindung sucht, hält den ganzen Ablauf auf.

Vom Aufmaß zur Werkstattzeichnung: mein Ablauf

Ich zeichne ein Möbelprojekt immer in derselben Reihenfolge, und keiner der Schritte braucht ein Netz. Das ist der Grund, warum ich lokal arbeite: Der Plan entsteht dort, wo das Möbel später steht.

Der 2D-Grundriss als Basis

Am Anfang steht der Raum. Ich messe auf und übertrage die Wände maßstäblich, samt Fenstern, Steckdosen und Rohren, denn genau an diesen Punkten wird ein Einbauschrank kritisch. Wie ich den 2D-Grundriss als Basis anlege, lege ich als eigene Ebene an, damit der Raum und das Möbel getrennt bleiben. Auf dieser Basis wird der Einbau geplant: Ich setze den Korpus in den Grundriss, prüfe Anschläge und Fugen und sehe sofort, ob die Tiefe zur Nische passt. Ein CAD-Programm für Schreiner muss diesen Schritt schnell können, weil er sich bei jedem Projekt wiederholt.

Möbel, Korpus und Stückliste

Aus dem Grundriss wird die Werkstattzeichnung. Ich zeichne den Korpus in Ansicht und Schnitt, bemaße jede Platte, jede Kante und jeden Beschlag und lege die Teile auf getrennte Ebenen: Korpus, Front, Rückwand, Beschläge. So sieht der Geselle an der Maschine sofort, was zusammengehört. Die Maße schreibe ich nicht auf einen Zettel, sondern direkt in den Plan, Teil für Teil. Wenn sich eine Platte ändert, ändert sich das Maß an einer Stelle und nicht an dreien. Diese Disziplin ist der eigentliche Zeitgewinn, nicht das schnelle Zeichnen selbst.

Der ganze Ablauf ist bewusst schlank gehalten. Für den kompletten Werkstatt-Workflow habe ich der Werkstatt-Workflow für Schreiner getrennt beschrieben, und weil das Handwerk im Norden gleich arbeitet, gilt dieselbe Lösung für Tischler im Norden genauso. Du kannst den Ablauf ohne Anmeldung lokal testen, bevor du dich für ein Werkzeug entscheidest.

DXF für Zuschnitt und CNC

Die Werkstattzeichnung nützt wenig, wenn sie nicht sauber in die Maschine kommt. DXF ist seit 1982 das gemeinsame Austauschformat zwischen Zeichenprogramm, Zuschnitt und CNC, und fast jede Zuschnitt- oder Nesting-Software liest es. Ein CAD-Programm für Schreiner steht und fällt deshalb mit einem verlässlichen DXF-Export, der Layer, Maße und Geometrie unverändert weitergibt. Ein krummer Export kostet an der Maschine mehr Zeit als das ganze Zeichnen.

Ich baue meine Zeichnungen von Anfang an so auf, dass jede Platte auf ihrer eigenen Ebene liegt. Ich exportiere sie dann als saubere Kontur, damit die Nesting-Software am Zuschnitt die Teile richtig erkennt und nicht Reste und Ausschnitte verwechselt. Wie den DXF-Export für den Zuschnitt funktioniert, ist bei mir ein Klick, weil die Ebenen von Anfang an stimmen. Wer beim Arbeitsschutz an der Maschine tiefer einsteigen will, findet bei der Berufsgenossenschaft Holz und Metall die einschlägigen Vorgaben für den Betrieb, und ein sauberer Plan mit klaren Kanten ist auch dort die halbe Miete.

Der Vorteil des lokalen Arbeitens zeigt sich genau hier. Ändert sich vor Ort ein Maß, passe ich die Zeichnung im Grundriss an und exportiere sofort neu, ohne auf einen Server zu warten. Die Datei liegt im Projektordner neben Aufmaß und Angebot, alles auf dem eigenen Gerät.

CAD-Programm für Schreiner im Vergleich zu SketchUp, Fusion und AutoCAD

Für Werkstattzeichnungen und Grundrisse brauchst du kein Werkzeug, das eine ganze Möbelserie parametrisch generiert. Trotzdem lohnt der ehrliche Vergleich, weil die Preise weit auseinandergehen. Die Zahlen sind Listenpreise mit Stand 2026, ohne Rabatt und je nach Region.

SketchUp ist ein guter 3D-Modellierer und kostet als Pro-Abonnement rund 349 Euro im Jahr, ist für reine 2D-Werkstattzeichnungen aber umständlich. Fusion 360 kann parametrische Möbel und CAM in einem, läuft aber ebenfalls im Abo und ist für einen Betrieb, der vor allem 2D zeichnet, mehr Werkzeug als nötig. AutoCAD LT beherrscht 2D sehr gut, gibt es seit 2021 aber nur noch im Abo mit mehreren hundert Euro pro Jahr, eine dauerhafte Kauflizenz wird dort nicht mehr verkauft. Der fairste Vergleich bei den Einmalzahlern ist BricsCAD: Es bietet noch eine echte Perpetual-Lizenz, die für die Pro-Stufe bei etwa 900 Euro einmalig beginnt.

Der Editor geht denselben Weg der Einmalzahlung, aber tiefer angesetzt. Die Lifetime-Lizenzen starten bei 99 Euro, die mittlere Stufe liegt bei 497 Euro, die Pro-Stufe bei 997 Euro, alles einmalig statt monatlich. Wer die Stufen nebeneinander sehen will, kann die einmaligen Lizenzen vergleichen. Optionale KI-Funktionen laufen bewusst als separates Monatsabo und stecken nicht in der Lifetime-Lizenz, damit der Grundpreis planbar bleibt.

Ehrlich bleibt auch die Grenze: Wer serienmäßig parametrische Korpusvarianten aus einer Regel erzeugt oder direkt aus dem Modell CNC-Bahnen rechnet, ist mit einer spezialisierten Möbelbau-Suite besser bedient. Wer dagegen ein paar Stunden pro Woche Grundrisse, Einbauten und Werkstattzeichnungen zeichnet und als DXF exportiert, zahlt für ein Jahresabo drauf. Der direkte Vergleich mit SketchUp steht getrennt in dem Vergleich mit SketchUp.

Häufige Fragen zum CAD-Programm für Schreiner

Welches CAD-Programm eignet sich für Schreiner ohne Abo?

Für Schreiner, die vor allem 2D-Grundrisse und Werkstattzeichnungen brauchen, reicht ein schlankes 2D-Werkzeug mit sauberer Bemaßung, Stückliste und DXF-Export. Solche Werkzeuge gibt es als Einmalkauf, etwa BricsCAD als Perpetual-Lizenz oder den Editor mit Lifetime-Lizenzen ab 99 Euro. Ein Jahresabo lohnt sich meistens erst, wenn du täglich in 3D konstruierst.

Was ist der Unterschied zwischen Schreiner und Tischler bei der Software?

Es gibt keinen. Schreiner und Tischler bezeichnen dasselbe Handwerk, nur regional unterschiedlich benannt. Die Anforderungen an ein CAD-Programm sind gleich: Grundriss, Möbelzeichnung, Stückliste und ein verlässlicher DXF-Export für den Zuschnitt.

Kann ich damit einen 2D-Grundriss zeichnen und Möbel einsetzen?

Ja, genau dafür ist der Ablauf gedacht. Du legst den Raum als eigene Ebene an, bemaßt Wände, Fenster und Anschlüsse und setzt darauf den Einbau. Weil Raum und Möbel getrennt liegen, kannst du Varianten schnell prüfen, ohne den Grundriss zu zerstören.

Bekomme ich aus der Zeichnung DXF für den Zuschnitt und die CNC?

Ja. Jede Platte wird als saubere Kontur auf ihrer Ebene exportiert, damit die Nesting- oder CNC-Software die Teile richtig erkennt. Wichtig ist, die Ebenen von Anfang an klar zu trennen, dann ist der Export ein einziger Schritt.

Läuft die Software offline in der Werkstatt und auf der Baustelle?

Ja. Der Editor öffnet ohne Login, speichert lokal und exportiert DXF ohne Server. Das ist der eigentliche Grund, lokal zu arbeiten: Aufmaß, Zuschnitt und Aufbau finden an Orten statt, wo das Netz oft schwach ist, und der Plan muss trotzdem sofort da sein.

Was ein gutes CAD-Programm dem Schreiner spart

Der Unterschied zwischen einem sauberen Auftrag und teurer Nacharbeit entsteht selten an der Maschine und fast immer an der Zeichnung. Ein maßgenauer Grundriss, eine bemaßte Werkstattzeichnung und eine Stückliste, die zum DXF passt, verhindern genau die Fehler, die man sonst erst am fertigen Möbel merkt. Das ist die eigentliche Leistung, die ein CAD-Programm für Schreiner erbringen muss, und dafür braucht es weder ein Jahresabo noch eine Cloud. Entscheidend ist nicht, wie viele Funktionen ein Werkzeug hat, sondern ob es genau die wenigen Schritte deines Alltags schnell und zuverlässig abbildet.

Du brauchst ein 2D-Werkzeug, das schnell zeichnet, sauber bemaßt und zuverlässig DXF exportiert, direkt in der Werkstatt und auf der Baustelle. Wenn du sehen willst, ob dieser Ablauf zu deinem Betrieb passt, kannst du den Editor ohne Anmeldung lokal testen und dein nächstes Projekt gleich vor Ort zeichnen.

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