DIN 18015 Schaltplan zeichnen: Installationszonen sauber planen, ohne Cloud

2026-06-03 · Diaz Editor

Ein Elektroplan für ein Wohngebäude scheitert selten an der Technik. Er scheitert daran, dass die Installationszonen nicht stimmen oder die Symbole nicht lesbar sind. Genau das regelt die Normenreihe DIN 18015. Wer einen sauberen DIN 18015 Schaltplan zeichnen will, muss zwei Dinge gleichzeitig im Griff haben: die normgerechten Zonen für Leitungen und Geräte sowie ein Werkzeug, das auch auf der Baustelle ohne Internet öffnet. Ich baue meine Installationspläne lokal, weil der Empfang im Rohbau praktisch nie reicht. In diesem Artikel zeige ich, was die Norm wirklich verlangt, wie ein normgerechter Plan entsteht und wie du den Workflow heute selbst testest, indem du die Starter-Edition offline testen kannst.

Was die Normenreihe DIN 18015 vom Schaltplan verlangt

Die Reihe DIN 18015 beschreibt die Elektroinstallation in Wohngebäuden und ist in mehrere Teile gegliedert. Teil 1 regelt die Planungsgrundsätze, Teil 2 die Mindestausstattung an Steckdosen und Stromkreisen, und Teil 3 legt die Installationszonen fest. Herausgeber ist DIN, das die Normenreihe DIN 18015 herausgibt. Für die eigentliche Errichtung gilt parallel die Reihe DIN VDE 0100, betreut von dem VDE, der die Errichtungsnorm DIN VDE 0100 betreut. Ein DIN 18015 Schaltplan ist also nie nur eine Zeichnung, sondern die Brücke zwischen Planung und geprüfter Ausführung.

Der wichtigste Teil für die Zeichnung ist DIN 18015-3 mit den Installationszonen. Leitungen dürfen nicht beliebig durch die Wand laufen, sondern nur in definierten Bändern. Es gibt waagerechte Zonen 15 bis 45 Zentimeter über dem fertigen Fußboden und 15 bis 45 Zentimeter unter der Decke. In Räumen mit Arbeitsflächen kommt eine mittlere Zone 100 bis 130 Zentimeter über dem Boden dazu. Senkrechte Zonen verlaufen 10 bis 30 Zentimeter neben Türen, Fenstern und Raumecken.

Diese Zonen sind kein Selbstzweck. Sie sorgen dafür, dass später niemand beim Bohren eine Leitung trifft, weil jeder weiß, wo Kabel liegen dürfen. Genau deshalb muss ein DIN 18015 Schaltplan die Zonen sichtbar machen, nicht nur die Symbole. Die grafischen Schaltzeichen selbst stammen aus DIN EN 60617. Wer sie frei erfindet, produziert einen Plan, den kein Prüfer und kein Kollege zuverlässig liest.

Teil 2 der Reihe gibt zusätzlich die Mindestausstattung vor, etwa die Zahl der Stromkreise und Steckdosen je Raum. Ein guter Plan zeigt diese Stromkreise getrennt, sodass die Zuordnung zur Verteilung sofort erkennbar ist. So wird aus der Zeichnung ein echtes Arbeitsdokument für die Baustelle, kein bloßes Schaubild.

Einen DIN 18015 Schaltplan offline zeichnen

Offline-first ist bei der Elektroplanung kein Komfort, sondern eine Voraussetzung. Im Rohbau gibt es Staub, aber selten stabiles Mobilfunknetz. Ein Cloud-Tool zeigt dann einen Ladekreisel, während der Kollege auf das Maß für die Steckdose wartet. Ich zeichne deshalb lokal: Die Datei liegt auf dem Laptop, jede Funktion arbeitet ohne Verbindung, und der Export läuft ohne Server-Umweg. So lässt sich ein DIN 18015 Schaltplan auch dort fertigstellen, wo das Handy keinen Balken zeigt.

Der Ablauf besteht aus vier Schritten, die jeder Elektriker kennt. Erst importiere ich den Grundriss als PDF oder DXF. Dann lege ich die Installationszonen als Hilfslinien an, damit jede Leitung in ihrem normgerechten Band bleibt. Anschließend setze ich Schaltzeichen für Schalter, Steckdosen und Verteiler nach DIN EN 60617 und verbinde sie zum Stromlaufplan. Zuletzt exportiere ich, meist als PDF für die Dokumentation und als DXF für alle, die in einem anderen Programm weiterarbeiten.

Der Export entscheidet über die Anschlussfähigkeit. DXF ist die gemeinsame Sprache zwischen CAD-Programmen, und ein sauberer Export erhält Ebenen, Maße und Symbole. Ich teste das immer auf die langweilige Art: Plan zeichnen, als DXF exportieren, in einem anderen Programm öffnen und prüfen, ob die Layer überleben. Genau dieser Layer-Aufbau ist bei einem DIN 18015 Schaltplan wichtig, weil Installationszonen, Leitungen und Symbole getrennt schaltbar bleiben müssen. Die Lizenz ist eine Einmalzahlung: Die Starter-Edition kostet €99, die Pro-Stufe €299 und die Team-Stufe €999, jeweils einmal statt monatlich. Wer wissen will, was als Nächstes kommt, findet in die öffentliche Roadmap die geplanten Funktionen, und mit die Starter-Edition offline testen prüfst du den Ablauf, bevor du dich festlegst.

Praxisbeispiel: Stromlaufplan für eine Wohnungssanierung

Mach ich es konkret an einem Auftrag, den ich als Routine behandle: die Sanierung einer Drei-Zimmer-Wohnung, bei der die komplette Elektrik neu kommt.

Die Installationszonen zuerst festlegen

Ich öffne den Grundriss auf dem Laptop, im Treppenhaus gibt es kein Netz, das spielt keine Rolle. Zuerst zeichne ich die waagerechten und senkrechten Zonen nach DIN 18015-3 als eigene Ebene ein. Schalter landen auf etwa 105 Zentimeter, Steckdosen im unteren Band, alles innerhalb der erlaubten Bänder. Erst danach setze ich die Symbole. So entsteht ein DIN 18015 Schaltplan, bei dem jede Leitung schon durch die Geometrie normgerecht liegt, nicht durch nachträgliches Verschieben.

Sauber exportieren für Prüfer und Kollegen

Am Abend exportiere ich aus derselben Datei zwei Dateien. Der Prüfer bekommt ein PDF mit sichtbaren Zonen und bemaßten Geräten. Der Kollege, der die Verteilung in seinem eigenen Programm fortführt, bekommt ein DXF mit getrennten Layern. Weil beide aus einer Quelldatei stammen, gibt es keine Abweichung zwischen dem, was geprüft wurde, und dem, was gebaut wird. Diese Single-Source-Gewohnheit hat mir schon mehr als ein unangenehmes Gespräch über die richtige Planversion erspart.

Das Muster wiederholt sich bei jedem Auftrag. Eine Neubauwohnung, ein Anbau, eine Modernisierung: Immer braucht es einen Plan, der die Zonen zeigt, die Symbole nach Norm setzt und sauber exportiert. Der Gewinn liegt nicht darin, dass das Zeichnen an sich schneller geht. Er liegt darin, dass der Plan immer verfügbar und immer normgerecht ist, sodass die teure Nacharbeit aus falsch geratenen Maßen schlicht entfällt.

DIN 18015 Schaltplan zeichnen: SketchUp, AutoCAD und BricsCAD im Vergleich

Ein fairer Blick auf die Alternativen gehört dazu. SketchUp ist stark bei 3D-Modellen und Kundenpräsentationen. Für flache, normbezogene Elektropläne ist es aber schwerer als nötig, und der direkte Vergleich mit SketchUp zeigt, dass die 2D-Bemaßung nicht sein Kern ist; das Pro-Abo liegt 2026 bei rund 349 Euro pro Jahr. Du findest der direkte Vergleich mit SketchUp mit allen Details.

AutoCAD ist der Industriestandard und zeichnet praktisch alles, kostet aber entsprechend. Ein vollständiges AutoCAD-Abonnement liegt deutlich über 2.000 Euro pro Jahr, was für einen Ein-Personen-Betrieb mit ein paar Plänen pro Woche schwer zu rechtfertigen ist. BricsCAD ist eine günstigere, DWG-native Option, und die Abwägungen stehen in die Gegenüberstellung mit BricsCAD; es ist preiswerter als AutoCAD, bleibt aber auf das volle CAD-Universum ausgelegt.

Der Unterschied liegt im Ansatz und im Preismodell. Eine einmalige Starter-Lizenz für €99, eine Pro-Stufe für €299 und eine Team-Stufe für €999 werden gekauft, nicht gemietet, sodass sich die Rechnung nach etwa einem Jahr meist zugunsten des Eigentums dreht. Du kannst die einmaligen Lizenzen vergleichen und die Amortisation selbst gegen deine heutigen Kosten rechnen. Die ehrliche Zusammenfassung: Wer in 3D-Renderings lebt, nimmt ein Render-Werkzeug; wer normgerechte, bemaßte Schaltpläne für Wohngebäude erstellt, fährt mit einem schlanken, lokalen Werkzeug besser.

Häufige Fragen zum DIN 18015 Schaltplan

Was regelt DIN 18015 genau?

DIN 18015 ist die Normenreihe für elektrische Anlagen in Wohngebäuden. Teil 1 beschreibt die Planungsgrundsätze, Teil 2 die Mindestausstattung an Stromkreisen und Steckdosen, und Teil 3 die Installationszonen für Leitungen und Geräte. Sie wird durch die Errichtungsnorm DIN VDE 0100 ergänzt. Ein DIN 18015 Schaltplan setzt vor allem die Zonen aus Teil 3 zeichnerisch um.

Was sind die Installationszonen nach DIN 18015-3?

Das sind definierte Bänder, in denen Leitungen verlaufen dürfen. Waagerecht gibt es Zonen 15 bis 45 Zentimeter über dem Boden und unter der Decke, in Arbeitsräumen zusätzlich 100 bis 130 Zentimeter über dem Boden. Senkrechte Zonen verlaufen 10 bis 30 Zentimeter neben Türen, Fenstern und Ecken. Wer diese Bänder einhält, verringert das Risiko, später eine Leitung anzubohren.

Welche Symbole gehören in einen normgerechten Schaltplan?

Die grafischen Schaltzeichen stammen aus DIN EN 60617. Dort sind Schalter, Steckdosen, Leuchten, Verteiler und Leitungen einheitlich definiert. Diese Symbole sorgen dafür, dass jeder Prüfer und jeder Kollege den Plan gleich liest. Eigene, frei erfundene Zeichen führen zu Missverständnissen und im schlimmsten Fall zu Fehlern bei der Ausführung.

Brauche ich für einen DIN 18015 Schaltplan eine Internetverbindung?

Nein, wenn du ein offline-first Programm nutzt. Zeichnen, Bemaßen und der Export nach PDF oder DXF laufen lokal auf dem Laptop. Eine Verbindung brauchst du nur für ein Update oder die Lizenzaktivierung. Gerade im Rohbau ohne Empfang ist das der entscheidende Vorteil gegenüber reinen Cloud-Werkzeugen.

Kann ich den Plan mit AutoCAD- oder BricsCAD-Nutzern teilen?

Ja, über DXF. Der Export schreibt sauberes DXF mit getrennten Ebenen, das andere CAD-Programme einschließlich AutoCAD und BricsCAD lesen. So bleiben Installationszonen, Leitungen und Symbole als eigene Layer erhalten. Ich prüfe den Hin- und Rückweg vor jedem wichtigen Projekt, das ist der vernünftige Test für jede Austauschbehauptung.

Starte mit einem einzigen Plan auf deinem Laptop

Ein Elektroplan, der die Installationszonen ignoriert, ist gefährlicher als gar kein Plan, weil sich später jeder darauf verlässt. Normgerecht und lokal zu arbeiten löst beides an der Wurzel: Die Zonen aus DIN 18015-3 sind sichtbar, die Symbole nach DIN EN 60617 lesbar, und der fehlende Empfang auf der Baustelle wird kein Risiko mehr. Der Test ist günstig und schnell. Nimm deinen nächsten kleinen Auftrag, zeichne ihn einmal in deinem jetzigen Werkzeug und einmal als DIN 18015 Schaltplan im lokalen Editor, und vergleiche, wie sich beide ohne Netz verhalten. Dieser Unterschied überzeugt mehr als jedes Verkaufsversprechen. Du kannst die Starter-Edition offline testen und siehst, wie schnell der erste normgerechte Plan steht.

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