Elektroplanung Wärmepumpe 2026: lokal planen statt raten
Eine Wärmepumpe und eine Wallbox hängen nicht einfach an der vorhandenen Verteilung. Beide ziehen Dauerlast, beide wollen einen eigenen Stromkreis, und beide muss der Netzbetreiber kennen. Genau das macht die Elektroplanung Wärmepumpe seit 2024 anspruchsvoller als die klassische Steckdosenplanung, und die Arbeit passiert meist im Heizungskeller, wo der Mobilfunk ohnehin schwach ist. Ich baue meine Stromkreis-Pläne seit Jahren lokal auf dem Laptop, weil ein Werkzeug, das im Keller eine Verbindung sucht, im falschen Moment nur einen Ladekreisel zeigt. In diesem Artikel zeige ich, was 2026 an der Planung neu ist, wie ein sauberer Plan für Wärmepumpe und Wallbox entsteht und wie du den Ablauf selbst prüfst, indem du die Starter-Edition lokal testen kannst. Der Test kostet nichts und dauert weniger als einen Nachmittag.
Was 2026 an der Elektroplanung Wärmepumpe neu ist
Der Auslöser ist das Gebäudeenergiegesetz. Seit dem 1. Januar 2024 muss jede neu eingebaute Heizung zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbarer Energie laufen, und in der Praxis heißt das meistens Wärmepumpe. Der Bundesverband Wärmepumpe meldet für 2024 rund 193.000 verkaufte Heizungswärmepumpen. Jede davon braucht einen Elektriker, der den Anschluss plant. Dazu kommt die Ladeinfrastruktur: über das KfW-Programm 440 wurden mehr als 800.000 private Ladepunkte gefördert, und viele Häuser bekommen Wärmepumpe und Wallbox in derselben Maßnahme.
Der zweite Punkt ist regulatorisch und wird oft übersehen. Wärmepumpen und Wallboxen über 4,2 Kilowatt gelten als steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach §14a EnWG. Nach der Festlegung der Bundesnetzagentur zu §14a EnWG vom 27. November 2023 muss der Netzbetreiber sie seit 2024 zügig anschließen, darf die Leistung bei Netzengpass aber vorübergehend auf 4,2 Kilowatt drosseln. Für die Planung bedeutet das: Der steuerbare Verbraucher braucht eine eigene, abgrenzbare Anschlussstruktur, damit die Drosselung technisch greifen kann. Wer das erst beim Anschluss bemerkt, baut um.
Damit verschiebt sich die Elektroplanung Wärmepumpe von der reinen Symbolverteilung zur echten Lastrechnung. Es geht um Querschnitt, Absicherung, Spannungsfall und die Frage, welcher Verbraucher steuerbar getrennt liegt. Das ist kein Hexenwerk, aber es verlangt einen Plan, der diese Stromkreise sauber zeigt, statt sie zu raten.
Stromkreise für Wärmepumpe und Wallbox sauber planen
Eine belastbare Elektroplanung Wärmepumpe beginnt mit einem eigenen Stromkreis. Die Ausführung regelt die Errichtungsnorm DIN VDE 0100, herausgegeben von dem VDE, der die Errichtungsnorm DIN VDE 0100 betreut. Der Ablauf braucht kein Netz, und ich arbeite ihn immer in derselben Reihenfolge ab.
Der eigene Stromkreis für die Wärmepumpe
Die meisten Luft-Wasser-Wärmepumpen im Einfamilienhaus laufen dreiphasig. Sie bekommen einen eigenen Stromkreis ab dem Zählerschrank, eine passende Leitungsschutz- oder Sicherungskombination und einen Fehlerstromschutzschalter, dessen Typ der Hersteller vorgibt. Den Querschnitt bestimmt nicht das Bauchgefühl, sondern Strom, Verlegeart und Leitungslänge. Bei langen Wegen vom Schrank bis zur Außeneinheit entscheidet der Spannungsfall über den Querschnitt, nicht die nackte Stromstärke. Ich zeichne diesen Stromkreis als eigene Ebene ein, getrennt von den allgemeinen Endstromkreisen, damit später jeder sieht, was steuerbar und was Hausstrom ist.
Wallbox, Lastmanagement und der Spannungsfall
Eine 11-Kilowatt-Wallbox ist beim Netzbetreiber anmeldepflichtig, ab 12 Kilovoltampere kommt eine Genehmigung dazu. Stehen Wärmepumpe und Wallbox zusammen im Haus, reicht der vorhandene Hausanschluss nicht immer für beide bei voller Leistung. Hier kommt das Lastmanagement ins Spiel: Eine Steuerung verteilt die verfügbare Leistung dynamisch, sodass die Wallbox zurücktaktet, wenn die Wärmepumpe gerade zieht. Im Plan zeichne ich die Steuerleitung und den Messpunkt mit ein, weil sonst auf der Baustelle niemand weiß, wo der Stromwandler sitzt. Wer den Ablauf selbst sehen will, kann mit der Software einen Probekreis zeichnen und exportieren; die Starter-Edition lokal testen zeigt in wenigen Minuten, wie sich getrennte Layer für steuerbare und nicht steuerbare Kreise anlegen lassen.
Der Export schließt den Kreis. Ich gebe in der Regel zwei Dateien aus: ein PDF für den Netzbetreiber und den Kunden, und ein DXF für alle, die in einem anderen CAD weiterarbeiten. Ein sauberes DXF erhält Ebenen, Maße und Symbole, sodass Wärmepumpenkreis, Wallbox-Abgang und Hausverteilung getrennt schaltbar bleiben.
Praxis: Einfamilienhaus mit Wärmepumpe und 11-kW-Wallbox
Konkret wird die Elektroplanung Wärmepumpe an einem typischen Auftrag von 2026: ein Bestandshaus, Baujahr um 1995, das eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und eine 11-Kilowatt-Wallbox in der Garage bekommt. Der Zählerschrank steht im Keller, die Außeneinheit hinter dem Haus, die Wallbox 18 Meter entfernt in der Garage. Mein Laptop steht im Keller, und dort gibt es keinen Empfang.
Ich öffne den vorhandenen Stromlaufplan lokal und ergänze zwei neue Stromkreise. Der Wärmepumpenkreis bekommt eine eigene Ebene mit dreiphasigem Abgang und dem vom Hersteller geforderten FI-Typ. Für die Wallbox prüfe ich den Spannungsfall über die 18 Meter und lege den Querschnitt entsprechend fest, nicht knapper. Beide markiere ich als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach §14a EnWG, damit der Netzbetreiber sofort sieht, was gedrosselt werden darf. Den Lastmanagement-Zähler setze ich an den Hausanschluss und ziehe die Steuerleitung sichtbar zur Wallbox.
Am Abend exportiere ich aus dieser einen Quelldatei zwei Ausgaben: das PDF für die Netzanmeldung, das DXF für den Kollegen, der die Verteilung erweitert. Weil beide aus derselben Datei stammen, gibt es keinen Unterschied zwischen dem, was angemeldet wurde, und dem, was gebaut wird. Diese Single-Source-Gewohnheit hat mir schon manche Diskussion über die richtige Planversion erspart. Hätte ich im Keller auf eine Cloud gewartet, stünde der halbe Tag still.
Warum ich diese Pläne lokal statt in der Cloud zeichne
Der Einsatzort entscheidet über das Werkzeug. Heizungskeller, Garagen und Technikräume haben selten stabilen Empfang, und genau dort entsteht die Elektroplanung. Ein lokales Programm öffnet die Datei von der Festplatte, rechnet den Spannungsfall ohne Server und exportiert ohne Umweg. Ein reines Cloud-Tool ist im selben Raum eine Wette auf den Mobilfunk. Dazu kommt die Datenhoheit: Ein Anschlussplan zeigt die komplette Elektroinfrastruktur eines Hauses, und diese Information bleibt lokal unter meiner Kontrolle. Den ausführlichen Grund, warum ich grundsätzlich Elektro CAD offline plane, habe ich an anderer Stelle aufgeschrieben; für die Wärmepumpenplanung gilt er doppelt, weil hier zusätzlich der Netzbetreiber im Spiel ist und Fehler echtes Geld kosten. Was als Nächstes an Funktionen kommt, steht offen in die geplanten Funktionen auf der Roadmap.
Werkzeuge im Vergleich für den kleinen Betrieb
Ein fairer Blick auf die Alternativen gehört dazu. AutoCAD ist der Industriestandard und zeichnet alles, kostet als Vollversion aber deutlich über 2.000 Euro pro Jahr. AutoCAD LT liegt 2026 bei rund 474 Euro im Jahr, jedes Jahr aufs Neue, und der nüchterne Vergleich mit AutoCAD LT zeigt, dass für flache, normbezogene Elektropläne viel von diesem Umfang ungenutzt bleibt. SketchUp ist stark bei 3D und Präsentation, mit einem Pro-Abo um 349 Euro pro Jahr, aber die 2D-Bemaßung ist nicht sein Kern. BricsCAD ist die günstigere, DWG-native Schiene, bleibt aber auf das volle CAD-Universum ausgelegt.
Der Unterschied liegt im Preismodell. Die Lizenz des lokalen Editors ist eine Einmalzahlung: Die Starter-Edition kostet €99, darüber liegen die Lifetime-Stufen bei €497 und €997, jeweils einmal statt monatlich. Für einen Ein-Personen-Betrieb mit ein paar Wärmepumpen-Anschlüssen pro Monat dreht sich die Rechnung gegenüber einem 474-Euro-Abo schon im ersten Jahr zugunsten des Eigentums. Du kannst die einmaligen Lizenzen vergleichen und die Amortisation gegen deine heutigen Kosten rechnen. Wer in 3D-Renderings lebt, nimmt ein Render-Werkzeug; wer normgerechte, bemaßte Stromlaufpläne erstellt und dabei im Keller nicht vom Netz abhängen will, fährt mit einem lokalen Werkzeug besser.
Häufige Fragen zur Elektroplanung Wärmepumpe
Braucht die Wärmepumpe einen eigenen Stromkreis?
Ja. Eine Wärmepumpe bekommt einen eigenen, meist dreiphasigen Stromkreis ab dem Zählerschrank, mit passender Absicherung und dem vom Hersteller geforderten Fehlerstromschutzschalter. Der Querschnitt richtet sich nach Strom, Verlegeart und Leitungslänge, wobei der Spannungsfall bei langen Wegen zur Außeneinheit oft den Ausschlag gibt. Ein eigener Kreis ist auch nötig, damit der Verbraucher als steuerbare Einrichtung nach §14a EnWG abgegrenzt bleibt.
Was bedeutet §14a EnWG für die Planung?
Seit 2024 gelten Wärmepumpen und Wallboxen über 4,2 Kilowatt als steuerbare Verbrauchseinrichtungen. Der Netzbetreiber muss sie zügig anschließen, darf die Leistung bei Netzengpass aber kurzzeitig auf 4,2 Kilowatt drosseln. Für den Plan heißt das: Der steuerbare Verbraucher braucht eine abgrenzbare Anschlussstruktur und eine Steuerleitung, damit die Drosselung greifen kann. Das gehört sichtbar in den Stromlaufplan, nicht erst in die Köpfe auf der Baustelle.
Ab wann ist eine Wallbox anmelde- oder genehmigungspflichtig?
Eine Wallbox bis 11 Kilowatt ist beim Netzbetreiber anmeldepflichtig. Ab 12 Kilovoltampere, also der gängigen 22-Kilowatt-Klasse, kommt eine Genehmigung dazu. Stehen Wärmepumpe und Wallbox zusammen im Haus, ist meist ein Lastmanagement nötig, damit der Hausanschluss beide Lasten trägt. Diese Steuerung und ihren Messpunkt zeichne ich von Anfang an in den Plan ein.
Kann ich den Plan mit AutoCAD- oder BricsCAD-Nutzern teilen?
Ja, über DXF. Der Export schreibt sauberes DXF mit getrennten Ebenen, das andere CAD-Programme einschließlich AutoCAD und BricsCAD lesen. So bleiben Wärmepumpenkreis, Wallbox-Abgang und Hausverteilung als eigene Layer erhalten. Ich prüfe den Hin- und Rückweg vor jedem wichtigen Projekt, indem ich die Datei exportiere und im Zielprogramm wieder öffne. Das ist der vernünftige Test für jede Austauschbehauptung.
Funktioniert die Software wirklich ohne Internet?
Ja. Zeichnen, Bemaßen, Spannungsfall und Export laufen lokal auf dem Rechner. Eine Verbindung brauchst du höchstens für ein Update oder die einmalige Lizenzaktivierung, danach arbeitet das Programm offline weiter. Gerade im Heizungskeller ohne Empfang ist das der entscheidende Vorteil gegenüber reinen Cloud-Werkzeugen, und es gibt keinen Lizenzserver, der dich bei Netzproblemen aussperrt.
Nimm den nächsten Wärmepumpen-Auftrag als Test
Die Elektroplanung Wärmepumpe ist 2026 mehr Lastrechnung als Symbolverteilung, und sie passiert dort, wo der Empfang am schwächsten ist. Lokal und normgerecht zu arbeiten löst beides: Der eigene Stromkreis, die §14a-Abgrenzung und das Lastmanagement stehen sichtbar im Plan, und der fehlende Mobilfunk im Keller wird kein Faktor mehr. Der Beweis ist billig. Nimm deinen nächsten Anschluss mit Wärmepumpe und Wallbox, zeichne ihn einmal in deinem jetzigen Werkzeug und einmal im lokalen Editor, und vergleiche, wie sich beide ohne Verbindung verhalten. Dieser Unterschied überzeugt mehr als jedes Verkaufsversprechen. Du kannst die Starter-Edition lokal testen und siehst, wie schnell der erste normgerechte Plan für Wärmepumpe und Wallbox steht.