Küche planen als Schreiner 2026: vom Aufmaß zum Werkstattplan

2026-07-20 · Diaz Editor

Eine Küche ist das anspruchsvollste Möbel im Innenausbau, weil hier alles zusammenkommt: Maße, Anschlüsse, Geräte und die tägliche Nutzung. Wer eine Küche planen will, muss den Raum, die Arbeitszonen und die Fronten gleichzeitig im Kopf haben, und ein einziger Fehler beim Aufmaß verschiebt später die ganze Zeile. Ich baue meine Küchenpläne seit Jahren lokal auf dem Laptop, weil die Arbeit im fremden Haus stattfindet, wo das Netz oft schwach ist. In diesem Artikel zeige ich, wie ich als Schreiner eine Küche vom Aufmaß bis zur Werkstattzeichnung plane, und wie du den Ablauf selbst prüfst, indem du den Editor lokal testen kannst. Der Test kostet nichts und läuft offline.

Was zur Küchenplanung wirklich gehört

Eine Küche planen heißt, vier Dinge in Einklang zu bringen. Erstens der Raum: der genaue Grundriss mit Wänden, Fenstern, Türen und allen Anschlüssen für Wasser, Abwasser, Strom und oft Gas. Zweitens die Arbeitszonen: die Abfolge von Vorratshaltung, Spüle, Vorbereitung und Kochen, damit die Wege kurz bleiben. Drittens die Korpusse und Fronten mit ihren Maßen. Viertens die Geräte, die mit ihren Nischenmaßen den Takt der ganzen Zeile bestimmen.

Schreiner und Tischler meinen dasselbe Handwerk, nur regional getrennt benannt. In beiden Fällen zählt die Maßgenauigkeit mehr als das schöne Bild am Bildschirm. Eine Küche verzeiht keine geschätzten Maße, weil ein Backofen, der nicht in seine Nische passt, keine Diskussion zulässt.

Standardmaße helfen dabei. Die Arbeitshöhe liegt oft bei etwa 900 Millimeter, Unterschränke sind meist 600 Millimeter tief, und die Rastermaße der Fronten folgen festen Schritten. Wer sich an dem DIN, das die Normen für Küchenmaße und technische Zeichnungen herausgibt, orientiert, plant so, dass Geräte und Beschläge ohne Nacharbeit passen. Ich lege diese Standardteile einmal als Bibliothek an und ziehe sie in jede neue Küche.

Mein Ablauf: vom Grundriss zur Werkstattzeichnung

Ich plane eine Küche immer in derselben Reihenfolge, und keiner der Schritte braucht ein Netz. Das ist der Grund, warum ich lokal arbeite: Der Plan entsteht dort, wo die Küche später steht.

Grundriss und Anschlüsse

Am Anfang steht der Raum. Ich messe auf und übertrage Wände, Fenster und Türen maßstäblich, und dann kommen die Anschlüsse hinein: Wasser, Abwasser, Steckdosen, Herdanschluss. Genau an diesen Punkten wird eine Küche kritisch, weil eine Spüle nur dort sitzen kann, wo der Abfluss ist. Wie ich den Grundriss als Basis anlege, lege ich als eigene Ebene an, damit der Raum und die Möbel getrennt bleiben. Auf dieser Basis setze ich die Zeile und prüfe sofort, ob die Arbeitshöhe unter dem Fenster durchläuft und ob die Tür noch aufgeht.

Wichtig ist, den Raum ehrlich zu messen. Alte Wände sind selten rechtwinklig, der Boden fällt oft ab, und die Decke ist nicht überall gleich hoch. Ich messe die Breite deshalb an mehreren Stellen, oben und unten, und trage das kleinste Maß in den Plan ein. Für eine Passzeile, die von Wand zu Wand geht, entscheidet dieses kleinste Maß über die ganze Küche, denn ein Schrank, der oben passt und unten klemmt, hilft niemandem. Genau solche Abweichungen gehen in einer schnellen Handskizze verloren und stehen in einem maßstäblichen Grundriss sofort schwarz auf weiß.

Die Arbeitszonen und das Dreieck

Bevor die Korpusse stehen, prüfe ich die Wege. Die klassische Abfolge geht von der Vorratshaltung über den Kühlschrank zur Spüle, zur Vorbereitung und zum Kochfeld. Spüle, Herd und Kühlschrank bilden dabei ein Dreieck, dessen Seiten weder zu lang noch zu kurz sein sollten, damit die tägliche Arbeit leicht von der Hand geht. Diese Zonen lege ich im Grundriss fest, bevor ich den ersten Schrank zeichne, weil sie die Reihenfolge der ganzen Zeile bestimmen.

Korpusse, Fronten und Geräte

Auf den Grundriss kommen die Korpusse. Ich zeichne jeden Schrank mit seinen Maßen, setze die Geräte mit ihren Nischen ein und lege die Fronten mit gleichmäßigen Fugen darüber. Die Beschläge liegen auf einer eigenen Ebene, damit das Bohrbild eindeutig bleibt. Aus diesen Ebenen fällt die Stückliste fast von allein. Den reinen Korpusaufbau habe ich getrennt beschrieben, nämlich wie ich Korpus und Zuschnitt plane, damit dieser Artikel bei der Küche bleiben kann. Den kompletten Werkstatt-Ablauf zeigt der Werkstatt-Workflow für Schreiner, und weil das Handwerk im Norden gleich arbeitet, gilt dieselbe Lösung für Tischler im Norden genauso.

Vom Plan in die Werkstatt und zum Zuschnitt

Der Küchenplan nützt wenig, wenn er nicht sauber in die Maschine kommt. Ich exportiere jede Platte als saubere Kontur auf ihrer Ebene, damit die Zuschnitt- oder Nesting-Software am Plattensägen die Teile richtig verschachtelt. DXF ist seit 1982 das gemeinsame Austauschformat zwischen Zeichenprogramm, Zuschnitt und CNC, und fast jede Maschine liest es. Ein Standardplattenformat von 2800 mal 2070 Millimeter ist dabei die Bezugsgröße, in die deine Fronten und Korpusteile hineinpassen müssen.

Ein Beispiel macht das deutlich. Eine gerade Küchenzeile von 3600 Millimeter Länge besteht grob aus fünf bis sechs Unterschränken, dazu Oberschränke und die Arbeitsplatte. Jeder Schrank bekommt sein Maß direkt in der Zeichnung, und die Geräte bestimmen, wo die festen Nischen sitzen. Wenn der Kunde die Spüle verschiebt, ändere ich den Grundriss, und die betroffenen Korpusse rechnen sich mit. Auch der Ausgleich an der Wand gehört in den Plan: Läuft die Zeile in eine Ecke, plane ich eine schmale Passleiste oder einen Füllstreifen ein, damit die Front trotz schiefer Wand in der Flucht bleibt. Solche Details entscheiden über den sauberen Eindruck der fertigen Küche, und sie kosten am Bildschirm Minuten statt an der Wand eine Stunde. Wer beim Arbeitsschutz an der Plattensäge tiefer einsteigen will, findet bei der Berufsgenossenschaft Holz und Metall die einschlägigen Vorgaben.

Wenn dieser Plan lokal auf dem Laptop liegt, kannst du beim Kunden noch ein Maß ändern und sofort neu exportieren. Die Datei liegt im Projektordner neben Aufmaß und Angebot, alles auf dem eigenen Gerät. Du kannst den Ablauf ohne Anmeldung lokal testen, bevor du dich für ein Werkzeug entscheidest.

Wann sich eine spezialisierte Küchensoftware lohnt

Es gibt Programme, die nur für den Küchenverkauf gebaut sind. Sie zeigen die Küche in 3D, greifen auf Gerätekataloge zu und erzeugen ein Angebot auf Knopfdruck. Für den Betrieb, der viele Küchen verkauft und dem Kunden am Bildschirm eine Visualisierung zeigen will, ist das sinnvoll, auch wenn es im Abo kommt.

Für den Schreiner, der die Küche selbst baut und vor allem eine maßgenaue Werkstattzeichnung braucht, ist das oft zu viel. Hier reicht ein schlankes 2D-Programm mit Grundriss, Bemaßung, Stückliste und DXF-Export. Der Editor geht bewusst diesen Weg und setzt auf Einmalzahlung: Die Lifetime-Lizenzen starten bei 99 Euro, die mittlere Stufe liegt bei 497 Euro, die Pro-Stufe bei 997 Euro, alles einmalig statt monatlich. Wer die Stufen sehen will, kann die einmaligen Lizenzen vergleichen. Optionale KI-Funktionen laufen als separates Monatsabo und stecken nicht in der Lifetime-Lizenz. Der Punkt ist nicht, dass die Verkaufsprogramme schlecht sind, sondern dass die reine Fertigungsplanung kein Jahresabo braucht.

Häufige Fragen zur Küchenplanung

Wie plane ich als Schreiner am besten eine Küche?

Beginne mit dem Grundriss und trage alle Anschlüsse für Wasser, Abwasser und Strom maßstäblich ein. Setze darauf die Zeile mit Standardmaßen wie 900 Millimeter Arbeitshöhe und 600 Millimeter Tiefe, füge die Geräte mit ihren Nischen ein und leite daraus Korpusse, Fronten und Stückliste ab. Wichtig sind getrennte Ebenen und ein sauberer DXF-Export.

Welche Maße sind bei der Küchenplanung Standard?

Die Arbeitshöhe liegt oft bei etwa 900 Millimeter, Unterschränke sind meist 600 Millimeter tief, und die Fronten folgen festen Rastermaßen. Diese Standards sind seit Jahrzehnten etabliert, weil Geräte und Beschläge darauf ausgelegt sind. Prüfe sie trotzdem am konkreten Aufmaß, weil alte Räume selten rechtwinklig sind.

Brauche ich eine 3D-Küchensoftware oder reicht 2D?

Für den Verkauf mit Visualisierung ist 3D hilfreich. Für die reine Fertigung reicht eine saubere 2D-Werkstattzeichnung mit Grundriss, Bemaßung und Stückliste, aus der du DXF für den Zuschnitt exportierst. Viele Betriebe brauchen genau das und kein teures Verkaufsprogramm.

Wie kommen die Geräte richtig in den Plan?

Geräte bestimmen die festen Nischen, deshalb setze ich sie früh in den Grundriss. Backofen, Kühlschrank und Spülmaschine haben genormte Nischenmaße, an die sich die umliegenden Korpusse anpassen. Wer die Küche planen und dann die Geräte suchen muss, baut oft doppelt.

Kann ich offline beim Kunden planen?

Ja. Der Editor öffnet ohne Login, speichert lokal und exportiert DXF ohne Server. Das ist der eigentliche Grund, lokal zu arbeiten: Aufmaß und Beratung finden im fremden Haus statt, wo das Netz oft schwach ist, und der Plan muss trotzdem sofort da sein.

Was gute Küchenplanung dir spart

Der Unterschied zwischen einer Küche, die auf Anhieb passt, und teurer Nacharbeit entsteht selten an der Maschine und fast immer beim Aufmaß und im Plan. Ein genauer Grundriss, richtige Anschlüsse, passende Gerätenischen und eine Stückliste, die zum Plattenformat passt, verhindern genau die Fehler, die am fertigen Möbel niemand mehr korrigieren will. Das ist die eigentliche Leistung, wenn Schreiner und Tischler eine Küche planen.

Du brauchst dafür kein Jahresabo und keine Cloud, sondern ein 2D-Werkzeug, das schnell zeichnet, sauber bemaßt und zuverlässig DXF exportiert, direkt beim Kunden und in der Werkstatt. Wenn du sehen willst, ob dieser Ablauf zu deinem Betrieb passt, kannst du den Editor ohne Anmeldung lokal testen und deine nächste Küche gleich richtig planen. Wer einmal so gearbeitet hat, will eine Küche planen, ohne getrennte Listen zu pflegen, weil die Zeichnung bereits alles enthält, was die Werkstatt und der Zuschnitt brauchen.

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